Awamaki

Awamaki wurde 2009 von Kennedy Leavens, Miguel Galdo und Emma Hague mit dem Ziel gegründet, einer Frauenkooperative aus zehn Weberinnen in den peruanischen Anden einen Marktzugang zu verschaffen und so die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern.

Die drei Gründer hatten zuvor mit den Weberinnen zwei Jahre lang in einem lokalen Museum in Ollantaytambo zusammengearbeitet. Als dieses Projekt aus finanziellen Gründen nicht mehr fortgeführt wurde, gründeten sie Awamaki. Sie sind davon überzeugt, dass das Einkommen in den Händen von Frauen der effektivste Weg ist, um wirtschaftlich benachteiligten Familien aus der Armut zu helfen. Die Stärkung von Frauen führt auch zu einer besseren Ernährung, Gesundheit und Ausbildung der Kinder.

Awamaki verteilt keine Almosen, sondern unterstützt die Frauen durch Schulungen, fachliche Weiterbildungen, Qualitätskontrolle und die Schaffung neuer Verdienstmöglichkeiten.

Awamaki Lab ist der Markenname, unter dem die Produkte vertrieben werden. Hierbei arbeiten internationale Designer mit den lokalen Kunsthandwerkerinnen zusammen, um moderne und stilvolle Accessoires zu entwerfen und so den Absatz der Produkte zu steigern. Beide Seiten profitieren: Internationale Designer erhalten die Möglichkeit, die Tradition des Webens und eine umweltfreundliche Produktion zu studieren, während die Peruanerinnen lernen, wie sie ihre Produktideen weiter ausbauen und den Zugang zu den internationalen Märkten verbessern können.

Die Weberinnen von Awamaki Lab arbeiten unter fairen Arbeitsbedingungen. Awamaki Lab setzt sich zudem für die Schaffung nachhaltiger und unabhängig geführter Kooperativen und die Nutzung von lokal gewonnenen Naturstoffen ein. Das Label arbeitet heute mit ca. 100 Kunsthandwerkerinnen aus den peruanischen Anden zusammen, die auf handgewebte, naturgefärbte Textilien, auf handgesponnene Alpaca-Garne und Filze sowie Stricken und Nähen spezialisiert sind.

Darüber hinaus werden die wirtschaftlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, die durch den Tourismus vor Ort entstehen, indem beispielsweise Exkursionen zu den Kooperativen der Weberinnen angeboten werden. Ollantaytambo ist eine malerische historische Stadt in dem majestätischen Tal zwischen Cusco und den Ruinen von Machu Picchu. Dort gibt es zudem ein Ladengeschäft, in dem die in den Kooperativen hergestellten Produkte an Touristen verkauft werden.

Awamaki leitet auch eine Sprachenschule, so dass man in der traditionellen und ursprünglichen Umgebung Perus Spanisch lernen kann. Für die Andenbewohner wird Unterricht in Englisch, im Umgang mit Computern und in den Grundzügen der Betriebswirtschaftslehre angeboten. Awamaki wurde im Mai 2014 in die Fair Trade Federation der USA aufgenommen.

Zur Situation der Menschen in Peru

In Peru leben rund 30 Millionen Menschen. Zwei Drittel sind jünger als 30 Jahre und nur rund 7% sind älter als 65 Jahre. Peru ist ein ruhiges und gastfreundliches Land mit wunderschönen Stränden und atemberaubenden Landschaften – von den Anden bis zum Amazonastiefland. Die Amtssprache ist Spanisch, wobei auch Quechua, Aymara und andere Indiosprachen in den Regionen anerkannt sind, in denen sie überwiegend gesprochen werden.

Der Staat ist eine demokratische, soziale, unabhängige und souveräne Republik. Die Staatsform und das demokratische System sind in der 1993 verabschiedeten Verfassung festgelegt.

Die größte Herausforderung des Landes besteht in der spürbaren Verbesserung der Lebensqualität der noch immer wirtschaftlich und sozial benachteiligten Menschen im ländlichen Raum. Die Armut der vielen Kleinbauern im Andenhochland ist der Grund für die große Landflucht. Die Alternative, das Leben in einem der Elendsviertel der Großstädte, bringt jedoch meist keine tatsächliche Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen. Ein zentrales Problem ist dabei die fehlende oder ungenügende Ausbildung, die vielfach nicht für die Anforderungen an einem modernen Arbeitsplatz in einer international konkurrenzfähigen Wirtschaftsbranche ausreicht.

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