• Holzstempel zum Bedrucken der Tücher fairtrade
  • Inderin mit schönem bunten Tuch
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  • Inder stehen in Hauseingang
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Beshlie McKelvie

Die britische Designerin Beshlie McKelvie möchte mit ihrem Modelabel nicht nur eine wunderschöne und luxuriöse Kollektion entwerfen, sondern gleichzeitig eine Brücke zwischen Design, Kunsthandwerkerinnen und Konsumenten schlagen. „Meine Werke stellen eine Fusion aller Dinge dar, die mich begeistern: Wunderschönes Design, traditionelles authentisches Handwerk und die Stärkung und Unterstützung sozial benachteiligter Frauen sind die Kernstücke meines Ethos“, sagt Beshlie McKelvie.

Nach ihrem Kunststudium lebte und arbeitete sie zeitweise in Südamerika, Afrika, Indien, Spanien und auf Ibiza. Fasziniert von den handwerklichen Traditionen der einheimischen Menschen erlernte sie viele Kunstfertigkeiten und Handwerkstechniken, die sie während ihrer Reisen in fremden Kulturen entdeckte.

Beshlie McKelvie arbeitet heute mit Nichtregierungsorganisationen und kleinen, von Frauen betriebenen Kooperativen zusammen und trägt so zur Sicherung der Lebensgrundlagen vieler selbständiger Frauen bei. Dies ermöglicht es den Inderinnen, ihre Familien zu unterstützen und ihren Kindern Zugang zu Bildung zu verschaffen.

Die Dupatta-Tücher werden in einem Dorf südlich von Kalkutta handgewebt. Auch jeder Bommel an den Tüchern ist handgemacht. Die fertigen Tücher werden dann nach Rajasthan versandt. In einer alten, geschäftigen und hektischen Straße in Jaipur liegt die Werkstatt der Handwerkerinnen, die den Blockdruck der Tücher übernehmen. Da die Technik des Blockdrucks heute als überholt gilt, musste Beshlie viel Überzeugungsarbeit leisten, um diese traditionelle indische Kunst wiederaufleben zu lassen. Jeder Block wird liebevoll gestaltet und geschnitzt. Die Muster der Dupatta-Tücher erzählen von indischen Mythen, Sagen, Legenden und der Spiritualität der Menschen und dokumentieren die Freiheits- und Unabhängigkeitsbewegung unter Mahatma Gandhi.

Zur Situation der Menschen in Indien

Indien ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Hier leben rund 1,2 Milliarden Menschen, von denen ca. 44% mit weniger als 1 US-Dollar am Tag auskommen müssen. Das Land wird zwar noch als Schwellenland eingestuft, international aber auch als eine der kommenden globalen Wirtschaftsmächte gehandelt.

In Indien treffen extreme Gegensätze aufeinander: Auf der einen Seite gibt es den wachsenden Wirtschaftszweig der Informations- und Biotechnologie, die boomende Branche der Bollywood-Filme, eine außerordentlich reiche Oberschicht sowie eine wachsende wohlhabende Mittelschicht. Gleichzeitig findet man in Indien noch immer Dörfer ohne Strom und Wasser, eine extreme Armut, Kinderarbeit und sogenannte „kastenlose“ Menschen (Dalits), die täglich massiv diskriminiert werden.

Die gewaltfreie Widerstandsbewegung gegen die britische Kolonialherrschaft, angeführt von Mahatma Gandhi und seinem Nachfolger Jawaharlal Nehru, führte Indien 1947 zur Unabhängigkeit. Der Subkontinent wurde in die zwei Staaten Indien und Pakistan aufgeteilt. Es folgten zwei Kriege um die Grenzregion Kaschmir, auf die beide Staaten Gebietsansprüche erheben. Als die Unabhängigkeitsbewegung im damaligen Ostpakistan durch Indien unterstützt wurde, führte ein dritter Krieg zwischen beiden Ländern 1971 zur Teilung Pakistans und zur Gründung des neuen Staates Bangladesch.

Inzwischen besitzen sowohl Indien als auch Pakistan Atomwaffen. Der Kaschmir-Konflikt dauert bis heute an.

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