Fair Trade Egypt

Die gemeinnützige Organisation Fair Trade Egypt mit Sitz in Kairo wurde bereits 1998 gegründet. Ihre Philosophie ist es, das traditionelle, Jahrhunderte alte ägyptische Kunsthandwerk zu erhalten und den Kunsthandwerker/innen zu helfen, weiterhin von ihren handwerklichen Fähigkeiten leben zu können. Insbesondere die große Konkurrenz durch Billigprodukte aus China ist in den letzten Jahrzehnten zu einem existenziellen Problem für die ägyptischen Kunsthandwerksbetriebe geworden.

Fair Trade Egypt steht den Kunsthandwerker/innen mit Schulungen und Beratungen zur Seite. Durch regelmäßige Besuche bei den Produzent/innen werden die Qualität und die Auswahl der handgefertigten Produkte sowie die Weiterentwicklung der Betriebe unterstützt. Darüber hinaus werden die Verkaufsmöglichkeiten in Ägypten ausgebaut und der Export abgewickelt. Fair Trade Egypt wirkt dabei als Bindeglied zwischen den Kunsthandwerker/innen und den Endkunden.

Die schönen Körbe im amodini-Sortiment werden von etwa 30 Frauen in der Oase El-Fayoum, ca. 100 km südwestlich von Kairo, von Hand hergestellt. Dabei werden Bündel von Palmenblättern spiralartig geflochten, bis daraus robuste Körbe entstehen. Die Herstellung der Körbe entspricht einer Jahrhunderte alten Tradition. Durch ihre Arbeit können die Frauen wesentlich dazu beitragen, die Lebensbedingungen ihrer Familien zu verbessern.

Fair Trade Egypt ist Mitglied der World Fair Trade Organisation und garantiert u. a. eine faire Entlohnung der Kunsthandwerker/innen, für die Gesundheit unbedenkliche Arbeitsbedingungen sowie den absoluten Verzicht auf Kinderarbeit. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Produkte kommen ausschließlich den Produzent/innen in Ägypten zugute.

Mehr als 15 Jahre nach der Gründung arbeitet Fair Trade Egypt heute mit 35 verschiedenen Nichtregierungsorganisationen, Kunsthandwerksgruppen und Kooperativen zusammen. So werden indirekt ca. 2.300 Menschen beschäftigt, die im ganzen Land verteilt leben und arbeiten.

Zur Situation der Menschen in Ägypten

Ägypten ist fast dreimal so groß wie Deutschland. Die Hauptstadt Kairo zählt zu den bevölkerungsreichsten Städten bzw. Regionen der Erde.

Das heutige Ägypten ist von umwälzenden politischen Veränderungen geprägt. Seit Beginn der Revolution im Januar 2011 als Teil des sogenannten „Arabischen Frühlings“ halten die Spannungen im Land an. Unterschiedliche Gruppierungen und Institutionen kämpfen um Anerkennung und Macht, die politische und wirtschaftliche Stabilität ist brüchig.

Trotz einer allgemeinen Schulpflicht und kostenlosem Unterricht beträgt die Analphabetenrate in Ägypten ca. 50 %. Die Hauptursachen liegen in einem Mangel an Lehrkräften und dem relativ geringen öffentlichen Budget für Bildungsaufgaben. Die weitaus besser ausgestatteten privaten Schulen kann sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung leisten. Auch geografisch sind die Bildungsmöglichkeiten ungleich verteilt. Von den 12 Universitäten des Landes befinden sich 5 in Kairo.

Ägypten ist nach Südafrika das am stärksten industrialisierte Land Afrikas. Die Haupteinnahmequellen sind der Export von Erdöl, die Gebühren für die Benutzung des Sueskanals, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, sowie der Tourismus. Aufgrund der unsicheren politischen Lage sind die für Ägypten so wichtigen Einnahmen aus dem Tourismus momentan jedoch eingebrochen.

Auch die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Jahrhunderte alten Traditionen des Kunsthandwerks, insbesondere die traditionellen Webereien, Keramik- und Messingwerkstätten, sind hingegen vom Aussterben bedroht.

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