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Kara Weaves

Die beiden Inderinnen Indu Menon und Chitra Gopalakrishnan gründeten das Label Kara Weaves im Jahr 2007. Indu ist Anthropologin und Co-Autorin des 1983 erschienenen Buches „Women Weavers in South India“. Ihre Tochter Chitra ist Graphik-Designerin.

Als Indu Menon Jahre später einige der in ihrem Buch beschriebenen Weberinnen besuchte, war sie von der Armut der talentierten Frauen und der geringen Nachfrage nach ihren Produkten erschüttert. Indu und Chitra beschlossen, die Weberinnen nachhaltig zu unterstützen und gründeten das Label Kara Weaves. Indu koordiniert die Produktion der Stoffe und managt die Marke. Ihre Tochter Chitra kümmert sich um das Design der Produkte, den Webauftritt und das Marketing.

Kara Weaves arbeitet ausschließlich mit Kooperativen von Weber/-innen und Schneider/-innen im indischen Bundesstaat Kerala zusammen, die von der Regierung zertifiziert sind. Solche Kooperativen wurden bereits während der 1960er Jahre in ganz Indien aufgebaut, um die traditionellen Handwebtechniken zu erhalten. Die einzelnen Kooperativen entwickelten sich allerdings sehr unterschiedlich. Einige sind sehr erfolgreich und beschäftigen heute hunderte von Handwerker/-innen, während andere nur noch eine Handvoll Mitarbeiterinnen ernähren können.

Die Hauptgründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Kooperativen sind die Fülle an maschinell hergestellten Textilien auf dem Weltmarkt, die schwindende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, handgewebten Stoffen und die geringe Bezahlung in der indischen Textilindustrie.

Kara Weaves arbeitete von Beginn an sowohl mit erfolgreichen als auch mit desolaten Kooperativen zusammen. Die Kombination erwies sich als eine gute Möglichkeit, von den erfolgreichen Kooperativen zu lernen und den kleinen Kooperativen zum Erfolg zu verhelfen. Kara Weaves hat sich verpflichtet, bei allen Partnern auf faire, ethisch korrekte und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu achten. Seit 2013 ist Kara Weaves Mitglied der Fair Trade Federation of India.

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Zur Situation der Menschen in Indien

Indien ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Derzeit leben dort rund 1,2 Milliarden Menschen, von denen ca. 44 % mit weniger als 1 US-Dollar am Tag auskommen müssen. Das Land wird zwar noch als Schwellenland eingestuft, international aber bereits als eine der kommenden globalen Wirtschaftsmächte gehandelt.

In Indien treffen extreme Gegensätze aufeinander: Auf der einen Seite gibt es den wachsenden Wirtschaftszweig der Informations- und Biotechnologie, eine schnell wachsende Filmindustrie (Bollywood-Filme), eine außergewöhnlich reiche Oberschicht sowie eine wachsende wohlhabende Mittelschicht. Andererseits findet man nach wie vor Dörfer ohne Strom und Wasser, eine extreme Armut, weit verbreitete Kinderarbeit und eine starke Diskriminierung von sog. „Kastenlosen“ (Dalits).

Die Diskriminierung der indischen Frauen stellt ein großes gesellschaftliches Problem dar. Die brutalen Gewaltverbrechen an Frauen sind ein alltägliches Phänomen, die Täter werden nur selten zur Verantwortung gezogen. Anzeigen von Vergewaltigungsfällen bleiben meist unbearbeitet und falls es doch zu einer Anklage kommt, werden die angeklagten Männer in 75% der Fälle vom Gericht freigesprochen.

Video von Kara Weaves !

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