Mexchic

Mexchic wurde 2006 von der amerikanischen Modedesignerin Christina Hattler in Malinalco gegründet, einem kleinen Dorf, ca. 100 km südwestlich von Mexico City. Die Idee dazu entwickelte Christina ein Jahr zuvor während ihrer ersten Reise nach Mexiko, als sie sich Hals über Kopf in das Land und ihren späteren Ehemann Tomás Macedo verliebte. Das Ziel des Modelabels Mexchic ist es, Produkte in einem modernen Design zu schaffen, die mit traditionellen mexikanischen Handwerkstechniken hergestellt werden.

Mexchic arbeitet mit Handwerkerinnen aus der Region um Malinalco zusammen, die die jahrhundertealten Kunsthandwerkstechniken meisterhaft beherrschen. Christina modernisierte die traditionellen Designs durch neue Mustervorlagen, Farben und Materialien. So eröffnete sie den kunsthandwerklichen Reichtümern Mexikos neue Perspektiven.

Die Wolle, aus der die Decken und Überwürfe hergestellt werden, wird von Hirten aus Zentralmexiko geliefert. Sie wird von einer Handwerksfamilie gründlich gereinigt, gewaschen und auf Spinnrädern gesponnen. Im Studio von Mexchic werden dann die Muster der Stickereien auf den handgewebten Decken vorgezeichnet, bevor Kunsthandwerkerinnen aus Malinalco die Decken mit bunten Stickereien verzieren. Die Frauen arbeiten in ihren eigenen Studios oder von zuhause aus. So können sie weiterhin vor Ort für ihre Familien sorgen und zum Familieneinkommen beitragen.

Mexchic achtet bei der Zusammenarbeit insbesondere auf eine faire Entlohnung der geleisteten Arbeit und hält sich strikt an die Vorgaben der World Fair Trade Organization. Im Sinne der „Slow Movement“-Bewegung stellt das Modelabel umweltschonende, sozialverantwortliche und handgemachte Luxusprodukte in trendigen Designs her.

Zur Situation der Menschen in Mexico

Mexiko ist die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Hier leben rund 116 Millionen Menschen, von denen mehr als die Hälfte jünger als 25 Jahre alt ist. Nach einem Bericht der mexikanischen Regierung aus dem Jahr 2013 leben rund 45,5% der Bevölkerung in Armut. Davon sind insbesondere die ländlichen Regionen mit einer schwachen Infrastruktur betroffen.

Der seit Jahren anhaltende „Drogenkrieg“ stellt zurzeit das größte gesellschaftliche Problem in Mexiko dar. Die bewaffneten Konflikte zwischen Polizei- und Militäreinheiten einerseits und den kriminellen Drogenkartellen andererseits hat zwischen 2006 und 2012 rund 60.000 Opfer gefordert.

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