O my bag

Das Modelabel O My Bag wurde 2010 von der Niederländerin Pauline Wesselink gegründet. Mit ihrer Idee, ein Sozialunternehmen zu gründen, das nicht rücksichtslos ihre Profitabilität anstrebt, sondern vielmehr den an der Produktion beteiligten, oftmals wirtschaftlich benachteiligten Menschen durch eine faire und nachhaltige Vorgehensweise etwas zurück gibt, reiste sie damals nach Indien und traf sich mit unterschiedlichen Produzenten. Daher wurde Pauline’s von Verantwortung und Respekt für die Menschen geprägte Herangehensweise der Schlüssel zur Schaffung einer ungewöhnlichen Tasche.

Das Team von O My Bag arbeitet seit 2010 mit einer fair trade zertifizierten Organisation zusammen, die ihre Produktionsstätte in einem Dorf rund 40km entfernt von Kalkutta hat. Bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet, beschäftigt die Organisation mehr als 100 Kunsthandwerker/-innen, die aus marginalisierten Gemeinschaften stammen und denen durch die Arbeit zu verbesserten Lebensbedingungen verholfen wird. Die Organisation hält sich strikt an die von der World Fair Trade Organisation (WFTO) festgeschriebenen zehn Prinzipien der fair trade Praktiken.

Die Kunsthandwerker/-innen arbeiten unter sicheren und menschenwürdigen Bedingungen. Für ihre Arbeit werden sie fair und gemessen an vergleichbarer Fabrikarbeit überdurchschnittlich hoch entlohnt. Darüber hinaus können sie bei Bedarf die weiteren Unterstützungsangebote der Organisation wie Spar- und Gesundheitsprogramme, Weiterbildung und der Möglichkeit, auf dem Grundstück der Organisation zu wohnen, in Anspruch nehmen.

O My Bag setzt zudem auf die Reduktion umweltschädlicher Auswirkungen bei der Herstellung der Taschen. Die Standards zur Produktion des Öko-Leders wurden von einer indischen Gerberei in Zusammenarbeit mit europäischen Experten entwickelt. Für die Herstellung wird auf den Gebrauch von Chrom, Schwermetallen und schädlichen Chemikalien verzichtet. Ebenso achtet die Gerberei auf einen sparsamen und umweltschonenden Umgang mit Energie und Wasser sowie auf sichere Arbeitsbedingungen. Der reine und sichere Gerbungsprozess trägt folglich zu einem weltweit niedrigeren CO2 Fußabdruck bei.

Zur Situation der Menschen in Indien

In dem bevölkerungsreichsten Land der Erde nach China leben rund 1,2 Milliarden Menschen. Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt von weniger als 1 US-Dollar am Tag. Geprägt von großen sozialen und kulturellen Gegensätzen prallen in Indien hohe technische Standards und eine boomende IT-Branche auf alte Traditionen und überlieferte Bräuche.

Von der Armut sind insbesondere die Kastenlosen betroffen, die sogenannten „Unberührbaren“. Sie werden von der Gesellschaft ausgeschlossen und sind nicht akzeptiert. Die Kinder solcher Familien gehören zu den verletzlichsten Gruppen der indischen Bevölkerung. In der Regel müssen sie mitarbeiten und können keine Schule besuchen. Sie arbeiten auf den Feldern oder dafür sorgen, dass die Kühe und Ziegen ihr Futter bekommen, damit die Milch der Tiere verkauft werden kann.

Obwohl es in Indien Gesetze zum Schutz der Umwelt gibt, ist deren praktische Umsetzung oft ungenügend. Die Gewässer des Landes sind stark verschmutzt und in weiten Landesteilen fehlt es an einer geregelten Abwasser- und Müllentsorgung. In den großen Städten leiden die Inder unter einer enormen Luftverschmutzung. Infolge des wachsenden Verkehrsaufkommens auf den Straßen, nimmt der Anteil an Feinstaub in der Luft ständig zu.

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