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Proud Mary

Nach ihrem Volontariat bei der gemeinnützigen Organisation Habitat for Humanity in Südamerika war die Amerikanerin Harper Poe von der Vorstellung fasziniert, das Konsumverhalten im Westen zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Entwicklungsländern zu nutzen. Ihre Grundüberzeugung lautet „Stolz statt Mitleid“ – die Kunsthandwerker/-innen in den Entwicklungsländern können stolz auf ihre qualitativ hochwertige Arbeit sein, weshalb die Zusammenarbeit nicht auf Mitleid, sondern auf Hochachtung beruht.

Auf dieser Basis gründete Harper Poe 2008 das Label Proud Mary. Dabei wird eine moderne Ästhetik mit traditionellen Produktionsmethoden geschaffen. Proud Mary arbeitet heute mit talentierten Kunsthandwerker/-innen in den Ländern Mali, Guatemala, Marokko, Peru und Niger zusammen, um ethnisch-inspirierte, moderne Accessoires herzustellen. Alle Arbeiten werden unter sicheren und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen erbracht und fair entlohnt. „Insbesondere die Zusammenarbeit mit Frauen ist lohnend, da hier direkt sichtbar wird, wie der Verdienst der Frauen zu besseren Lebensbedingungen für die ganze Familie verhelfen kann“, meint Harper Poe.

Alle Stoffe und Muster werden von Proud Mary entworfen und in Zusammenarbeit mit Textil-Kunsthandwerkern aus Afrika oder Süd- und Mittelamerika hergestellt, die dazu traditionelle Web- und Druckmethoden verwenden.

Die Stoffe für die Kissen und Taschen der Navajo Linie werden zunächst in Guatemala-Stadt von Hand gewebt. Die Weiterverarbeitung erfolgt in kleinen familienbetriebenen Nähwerkstätten außerhalb der Stadt. Hierdurch werden insgesamt rund zehn Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, beschäftigt. Die Entlohnung der Kunsthandwerker/-innen erfolgt pro gewebter Meterware bzw. genähtem Produkt.

Die Kissen mit ZigZag- oder Indigo Dot-Druck werden in Mali hergestellt. Für den Schlamm-auf-Stoff-Druck der ZigZag-Kissen arbeitet Proud Mary mit einer Männer-Kooperative in Zentralmali zusammen. Die Kooperative ist ein Sozialunternehmen, das die Techniken des traditionellen Färbens und des Stoffdrucks mit Schlamm aus dem Fluss Niger erhalten will. Die anschließenden Näharbeiten werden von einer kleinen Frauenkooperative in Malis Hauptstadt Bamako durchgeführt. Auch hier werden die Kunsthandwerker/-innen pro gewebtem bzw. genähtem Stück fair entlohnt.

Zur Situation der Menschen in Guatemala

In Guatemala leben rund 13 Millionen Menschen. Mit der Unterzeichnung des Friedensabkommens im Jahr 1996 wurde der 36 Jahre andauernde Bürgerkrieg beendet. Insbesondere Kinder, deren Familien auseinander gerissen, vertrieben oder getötet wurden, waren die Opfer des Krieges. Viele Minderjährige verloren zudem früh ihre Kindheit, indem sie als Kindersoldaten rekrutiert wurden.

Heute steht das Land vor der Herausforderung, effiziente staatliche Strukturen zu schaffen, um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung nach Gesundheit, Sicherheit und Bildung zu sichern. Diese Bemühungen werden durch die hohe Alltagskriminalität, die organisierte Kriminalität, den internationalen Drogenhandel und die weit verbreitete Korruption im Land erschwert.

Zur Situation der Menschen in Mali

Im westafrikanischen Mali leben rund 14,5 Millionen Menschen. Mali ist eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Korruption ist weit verbreitet.

Der im März 2012 verübte Militärputsch gegen die damalige Regierung und die sich daran anschließende Krise führte zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen im Land. Mehr als 400.000 Menschen im Norden Malis mussten ihre Heimatdörfer verlassen und suchten Schutz im Süden des Landes und in Nachbarländern. Seit September 2013 steht die neue Regierung vor der schwierigen Aufgabe, das Land zu einen und wieder aufzubauen.

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