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Safomasi

Safomasi wurde 2012 von der Britin Sarah Fotheringham und dem Inder Maninder Singh in Neu Delhi gegründet. Der Name Safomasi ist eine Kombination der Anfangsbuchstaben der Vor- und Nachnamen der Gründer: SaFoMaSi. Jedes Produkt erzählt die Geschichte einer Reise.

Inspiriert durch ihre Reisen durch die ganze Welt entwirft die Designerin Sarah Fotheringham die Kollektionen. Maninder Singh koordiniert und begleitet dann den gesamten Herstellungsprozess: von der Beschaffung und dem Einfärben der Baumwolle bis zum Bedrucken des Stoffes und der Weiterverarbeitung zu Kissen und Decken. Aufgrund der örtlichen Nähe und der regelmäßigen Besuche der Produktionsstätten kann Safomasi einen ethisch einwandfreien Herstellungsprozess und qualitativ hochwertige Standards gewährleisten.

Maninder Singh stammt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Panipat im Norden Indiens. Das Dorf Diwana hat rund 3.000 Einwohner und ist für seine handgewebten Stoffe bekannt. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung in der Herstellung von handgeknüpften Teppichen und Decken in der eigenen Familie kam Maninder die Idee, aus der Herstellung der pinkfarbenen Bommel für die Kissenkollektionen eine Familienangelegenheit zu machen. Heute leitet Maninders Großmutter eine kleine Gruppe von indischen Frauen an. Die auf Tagesbasis fair entlohnte Arbeit erfolgt entweder im Haus der Großmutter oder die Frauen arbeiten selbständig bei sich zuhause. Aufgrund der guten Erfahrungen denkt Safomasi bereits über die Einrichtung einer kleinen festen Produktionseinheit in dem indischen Dorf nach.

Der Siebdruck der Stoffe erfolgt in einer Werkstatt in Noida von Hand. Die Werkstatt wurde bereits vor 40 Jahren gegründet und beschäftigt heute etwa 45 Druckhandwerker.

Zur Situation der Menschen in Indien

Indien ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde. In Indien leben rund 1,2 Milliarden Menschen, von denen rund 44 % mit weniger als 1 US-Dollar am Tag auskommen müssen. Das Land wird zwar als Schwellenland eingestuft, international gilt es jedoch auch als eine der kommenden globalen Wirtschaftsmächte.

In Indien treffen extreme Gegensätze aufeinander: Einerseits gibt es den wachsenden Wirtschaftszweig der Informations- und Biotechnologie, eine schnell wachsende Filmindustrie (Bollywood-Filme), eine außergewöhnlich reiche Oberschicht und eine wachsende wohlhabende Mittelschicht. Auf der anderen Seite trifft man auf eine extreme Armut, auf Kinderarbeit, diskriminierte Kastenlose (Dalits) und Dörfer ohne Strom und Wasser.

Die Diskriminierung der indischen Frauen stellt ein großes gesellschaftliches Problem dar. Brutale Gewaltverbrechen an Frauen sind an der Tagesordnung. Anzeigen von Vergewaltigungsfällen bleiben jedoch meist unbearbeitet und wenn es doch zu einer Anklage kommt, werden die Täter in drei Viertel der Fälle vom Gericht freigesprochen.

Produkte von Safomasi