Swane

Das Label SWANE Design wurde 2010 von Selly Wane gegründet. Sie ist im Senegal geboren und verbrachte dort ihre Kindheit, bevor sie nach Deutschland kam, um an der Universität Wuppertal Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Zur Finanzierung ihres Studiums begann sie mit dem Handel von Handwerksprodukten aus ihrem Heimatland.

Während ihres Studiums beschäftigte sie sich zunehmend mit dem Thema ökologische und soziale Nachhaltigkeit und gelangte zu der Überzeugung, dass Unternehmen durch eine ethische und soziale Selbstverpflichtung erfolgreicher werden.

Um Frauen in ihrem Heimatland zu fördern und zu unterstützen gründete Selly Wane ihre eigene Firma und nannte sie in Anlehnung an ihren Namen SWANE Design. Bei der Korbherstellung arbeitet sie momentan mit ca. 10 Frauen aus der Region um Thiès, östlich der Hauptstadt Dakar, zusammen. Diese 10 Kontaktpersonen verteilen die Arbeitsaufträge an weitere Frauen in ihren Dorfgemeinschaften, welche selbstorganisiert sind und in Heimarbeit arbeiten können.

Das stilvolle, moderne Design der Körbe wird von einem Kreativteam um Selly Wane entwickelt. Die Kunsthandwerkerinnen im Senegal erhalten Vorgaben zu den Größen, Farben, Formen und der Qualität der Körbe.

Die Körbe werden aus Strohfasern hergestellt, die aus der Küstenregion Mbour, südlich von Dakar, stammen. Das Rohmaterial aus wild wachsenden Strohfasern wird von Bauern der Region zurecht geschnitten. Die in den Körben ebenfalls verarbeiteten bunten Plastikstreifen bezieht Swane von einem Betrieb aus der Hauptstadt Dakar.

Die senegalesischen Frauen, die das Handwerk des Korbflechtens ausüben, sind ohne Schulbildung. Für ihre Arbeit werden sie von Swane pro hergestellten Korb fair entlohnt und verdienen so weit mehr als in der Branche üblich. Swane hat sich ferner dazu verpflichtet, Kinderarbeit auszuschließen und nur volljährige Frauen zu beschäftigen.

Die fertigen Körbe werden von den unabhängigen Kontaktpersonen aus dem Dorf eingesammelt und auf ihre Qualität hin überprüft. Die Kontaktpersonen organisieren auch den Transport der qualitätsgesicherten Körbe nach Deutschland. Die anderen Körbe werden auf den lokalen Märkten im Senegal verkauft.

Die Herstellung der Körbe stellt eine wichtige Einkommensquelle für die Dorfgemeinschaften im Landesinnern des Senegals dar. Sie trägt auch dazu bei, die Landflucht der Bevölkerung nach Dakar und ins Ausland einzudämmen.

Zur Situation der Menschen im Senegal

Die westafrikanische Republik Senegal ist seit 1960 unabhängig von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich und wurde zu einem der wenigen demokratischen Staaten auf dem afrikanischen Kontinent. Die offizielle Landessprache ist Französisch.

Das Land ist ungefähr halb so groß wie Deutschland. Schätzungen zufolge sind 43% der 13 Millionen Senegalesen jünger als 15 Jahre. Rund 90% bekennen sich zum Islam, 5% sind Christen.

Etwa 65% der Bevölkerung sind Analphabeten, unter den Frauen beträgt der Anteil sogar ca. 74%. Erst 2001 wurde in der Verfassung der garantierte Zugang zur Bildung für alle Kinder eingeführt.

Dreiviertel der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, allerdings trägt diese weniger als 20% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Nur 16% der Landesfläche können überhaupt für die Landwirtschaft genutzt werden, da große Landesteile aus trockener Savanne und den Ausläufern der Sahara bestehen. Der Senegal gehört zu den weltweit größten Erdnussexporteuren, was das Land stark von den Preisschwankungen auf den internationalen Märkten abhängig macht.

Aufgrund seiner Abhängigkeit von wenigen Exportgütern und seiner starken Staatsverschuldung befindet sich der Senegal noch immer im untersten Viertel des Human Development Index und hat nach wie vor den Status eines Entwicklungslandes.

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