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UNA Fashion

UNA Fashion wurde 2012 von der Kanadierin Megan Doepker gegründet. Mit ihrer Philosophie „Fashion the Change“ versucht UNA Fashion, Frauen in Indien mithilfe von Mode eine Möglichkeit zu geben, dem Armutskreislauf zu entkommen.

Für die Herstellung ihrer Produkte arbeitet UNA Fashion mit einer fair trade zertifizierten Organisation zusammen. Geschäftsleitung, Designentwicklung und die Abteilung für Lederprodukte liegen in der Hand von Inderinnen. Die Organisation beschäftigt derzeit mehr als 100 Kunsthandwerker/-innen. Sie erhalten eine faire Entlohnung und können darüber hinaus von Spar- und Gesundheitsprogrammen, Weiterbildungsangeboten und der Möglichkeit, auf dem Grundstück der Organisation zu wohnen, profitieren.

Alle Taschen von UNA Fashion werden in einem Beutel aus umweltfreundlich angebauter Baumwolle geliefert. Diese Beutel werden von Inderinnen genäht, die in Sonagachi, einem Stadtteil von Kalkutta, der Prostitution entkommen konnten. Der Stadtteil Sonagachi zählt mit seinen rund 11.000 Prostituierten zu einem der größten Rotlichtviertel in Asien. Die Baumwollbeutel werden in Zusammenarbeit mit einer Fair Trade Organisation hergestellt, die – umgeben von unzähligen mehrstöckigen Bordellen – ebenfalls in der Nachbarschaft ihren Sitz hat. Die Organisation ist eine Anlaufstelle für die zur Prostitution gezwungenen Frauen. Sie unterstützt diese bei ihrem Weg in ein neues Leben.

UNA Fashion hat sich außerdem zu einer möglichst umweltverträglichen Produktion verpflichtet. Deshalb wird für die Herstellung der Taschen ein Öko-Leder verwendet, das von einer indischen Gerberei in Zusammenarbeit mit europäischen Experten entwickelt wurde. Diese revolutionierten auch den Gerbprozess und entwickelten neue Standards für Öko-Leder, das frei von Chrom, Schwermetallen und sonstigen schädlichen Chemikalien ist. Zudem achtet die Gerberei auf einen sparsamen und umweltschonenden Umgang mit Energie und Wasser und auf sichere Arbeitsbedingungen.

Zur Situation der Menschen in Indien

Indien ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Hier leben rund 1,2 Milliarden Menschen, von denen ca. 44% mit weniger als 1 US-Dollar am Tag auskommen müssen. Das Land wird zwar als Schwellenland eingestuft, international wird es jedoch auch als eine der kommenden globalen Wirtschaftsmächte gehandelt.

Obwohl es in Indien Gesetze zum Schutz der Umwelt gibt, ist deren praktische Umsetzung oft ungenügend. Die Gewässer des Landes sind stark verschmutzt und in weiten Landesteilen fehlt es an einer geregelten Abwasser- und Müllentsorgung. In den großen Städten leiden die Inder unter einer enormen Luftverschmutzung. Infolge des wachsenden Verkehrsaufkommens auf den Straßen, nimmt der Anteil an Feinstaub in der Luft ständig zu.

Die Diskriminierung der indischen Frauen stellt ein großes gesellschaftliches Problem dar. Die brutalen Gewaltverbrechen an Frauen werden in der Gesellschaft als nahezu selbstverständlich wahrgenommen, die Täter nur selten bestraft. Anzeigen von Vergewaltigungsfällen bleiben meist unbearbeitet und wenn es doch zu einer Anklage kommt, werden die angeklagten Männer in 75% der Fälle vom Gericht freigesprochen.

Produkte von UNA Fashion